Auswirkungen von Klimaänderungen auf Wasserdargebot, Hochwasserrisiko und Gewässerbelastung in Niedersachsen

Forschungsthema FT6 "Binnengewässer" im KLIFF-Forschungsverbund

Neue Klimamodelle wurden dafür entwickelt, die Bandbreite der möglichen Klimaänderungen bis Ende dieses Jahrhunderts vorauszusagen. Doch welche Folgen können diese Klimaänderungen auf den regionalen Wasserhaushalt in Niedersachsen haben? Steigt das Hochwasserrisiko? Wird es im Sommer öfter Niedrigwasser geben?

Das Forschungsthema Binnengewässer (KLIFWA) als Teil des Forschungsverbundes KLIFF zur Klimafolgenabschätzung Niedersachsen untersucht die regionalen und lokalen Folgen des Klimawandels auf die Wasserressourcen. Untersuchungsgebiet von KLIFWA ist vorwiegend das Aller-Leine-Flusseinzugsgebiet, dessen rund 15.000 km² große Fläche auch einen Großteil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg umfasst.

Wissenschaftler mehrerer Fachrichtungen führen gemeinsam mit Praxispartnern eine integrierte Analyse für die Bereiche Wasserverfügbarkeit, Hochwasserrisiko und Gewässerbelastung durch. Dabei werden Simulationsmodelle angewendet und weiterentwickelt. Das Vorgehen erfolgt für alle Bereiche in folgenden Schritten: (A) Analyse des Ist-Zustandes und bisheriger Änderungen, (B) Prognose der Auswirkungen zukünftiger Klimaänderungen und (C) Entwicklung von Anpassungsstrategien.

Eine große Herausforderung ist die Unsicherheit solcher langfristiger Aussagen. Die Forscher wollen aufzeigen, welche Trends ersichtlich sind und welche Bandbreite der Entwicklung nach aktuellem Stand der Forschung am wahrscheinlichsten ist. Besondere Beachtung finden die Häufigkeit von extremen Ereignissen (wie Hochwasser und langanhaltende Hitze mit Niedrigwasser) sowie regionale Verschiebungen durch den Klimawandel.